Unser Beitrag zu den SDGs
Die IBB Gruppe hat sich den im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen (UN) beschlossenen 17 globalen Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, den SDGs, verpflichtet und wendet diese transparent und messbar auf ihre Tätigkeitsfelder an. Die IBB Gruppe stellt durch die Bezugnahme auf die SDGs heraus, wie die Finanzierungen einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Umwelt leisten.
Neben dem SDG-Mapping haben wir außerdem Wirkungsindikatoren auf Basis der Programme und der SDGs aufbereitet. Insgesamt sollen von 2020 bis 2030 20 Mrd. Euro nachhaltige Förderungen auf Basis der SDGs durch die IBB Gruppe ermöglicht werden.
Förderleistung der IBB Gruppe 2025
Als regionale Förderbank setzen wir uns für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung ein. Indem wir gezielt nachhaltige Förderung ermöglichen, tragen wir dazu bei, dass unsere Region nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch und sozial florieren kann. Wir glauben fest daran, dass Förderbanken eine treibende Kraft für eine grüne und zukunftsfähige Gesellschaft sind.
Das SDG-Mapping
Die Methodik
Die IBB Gruppe hat im Jahr 2023 ein Mapping der Förderungen auf die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN vorgenommen, die sogenannten SDGs. Der IBB Gruppe ist bewusst, dass die Förderprogramme durchaus auf mehrere SDG-Haupt- bzw. -Unterziele einzahlen. Dennoch wurde gemeinsam mit den Fachbereichen für jedes Förderprogramm ein signifikantes Unterziel ausgewählt und dem entsprechenden Hauptziel zugeordnet. Eine Mehrfachzuordnung und Anrechnung eines Förderprogramms hat nicht stattgefunden.
Wir sind uns gleichzeitig dessen bewusst, dass im Rahmen unserer Förderungen auch unbeabsichtigte negative Auswirkungen auf einzelne SDGs auftreten können. Diese Aspekte werden auf dieser Seite nicht umfassend behandelt. Wir setzen uns jedoch intensiv mit möglichen Zielkonflikten auseinander und arbeiten daran, negative Effekte so weit wie möglich zu minimieren.
Unser Ziel ist es, nicht nur die positiven Beiträge zu den SDGs hervorzuheben, sondern auch transparent mit den Herausforderungen umzugehen, die sich aus komplexen Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlichem Wachstum, sozialer Entwicklung und Umweltzielen ergeben. Wir achten daher darauf, in unseren Prozessen Zielkonflikte frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu finden, um langfristig nachhaltige Ergebnisse zu fördern.
Um die mit den SDG-Zielen verbundenen Effekte noch weitergehender und differenzierter betrachten zu können, wurden Anträge, die nach dem 1. Oktober 2022 eingegangen sind, auf Antragsebene zugeordnet. Dies führt dazu, dass das SDG-Mapping genauer und aussagekräftiger wird. Insgesamt sollen von 2020 bis 2030 so 20 Mrd. EUR nachhaltige Förderungen auf Basis der SDGs durch die IBB Gruppe ermöglicht werden. Insgesamt haben wir so von 2020 bis 2023 bisher ein SDG-Gesamtvolumen von 15.160,2 Mio. EUR mit Coronahilfen und ein Gesamtvolumen von 8.166,4 Mio. Euro ohne Coronahilfen erreicht.
Finanzierung und Wirkungstreiber
Obwohl von der übergeordneten Konjunktur im Jahr 2025 kaum Impulse für die Berliner Wirtschaft ausgingen, konnte die wirtschaftliche Entwicklung der Hauptstadt sogar etwas zulegen und lag mit 1,1 % erneut deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt (0,2 %). In diesem Umfeld hat die IBB gemeinsam mit ihren Schwesterunternehmen (zusammen IBB Gruppe) die klassischen Kernbereiche der Wirtschafts-, Immobilien- und Arbeitsmarktförderung sowie Start-ups und Nachhaltigkeitsthemen finanziert.
Im Jahr 2025 erteilte die IBB Gruppe Finanzierungszusagen für Zuschüsse, Darlehen, Projektfinanzierungen, Beteiligungen und Bürgschaften in Höhe von insgesamt 3,1 Mrd. EUR. Die Geschäftsbereiche Immobilien- und Stadtentwicklung (1,9 Mrd. EUR), Wirtschaftsförderung (1,1 Mrd. EUR, davon 0,9 Mrd. EUR im klassischen Fördergeschäft) und Arbeitsmarktförderung (66 Mio. EUR) steuerten zusammen ein Neugeschäft von rund 3,1 Mrd. EUR bei. Die IBB Business Team, IBB Ventures und IBB Capital bewilligten zusammen weitere 49 Mio. EUR.
2025 wurde die Zielmarke von 5.000 bewilligten Sozialwohnungen im „IBB Wohnungsneubaufonds“ erneut überschritten. Insgesamt wurden 5.175 geförderte Wohnungen mit einem Gesamtvolumen von über 1,3 Mrd. EUR zugesagt. Damit lag die Zahl der Bewilligungen erneut auf einem hohen Niveau.
Regionalwirtschaftliche Auswirkungen
Berücksichtigt man für die volkswirtschaftliche Betrachtung Ausgaben mit einem Investitionsbezug in Berlin, dann erfolgten 2025 rund 2,9 Mrd. EUR Investitionen in neue Maschinen und Betriebsausstattungen, den Neu- und Ausbau bzw. die Sanierung von Wohnungen und Gewerbeimmobilien.
Nach Berechnungen der IBB-Volkswirt:innen entfielen im Jahr 2025 durch die Anschubfinanzierung in Höhe von 2,9 Mrd. EUR insgesamt rund 9 % der in Berlin getätigten privatwirtschaftlichen Investitionen auf Projekte, die die IBB Gruppe und ihre Partner:innen begleiteten und mitfinanzierten. Mit diesen Investitionen ist nach Auskunft der geförderten Unternehmen die Schaffung und der Erhalt von insgesamt 7.486 Arbeitsplätzen verbunden, darunter 2.018 neu geschaffene Arbeitsplätze. Von allen Arbeitsplätzen entfielen 4.653 Arbeitsplätze auf die IBB und 2.833 auf deren Schwestergesellschaften.
Neben der primären Wirkung der Investitionen in den von der IBB Gruppe geförderten Unternehmen betrachten die IBB-Volkswirt:innen auch sekundäre Umsatz- und Beschäftigungseffekte in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsbereichen der Berliner Wirtschaft. So profitieren mittelbar weitere Berliner Unternehmen von der Förderung, indem sie zum Beispiel zusätzliche Bau- und Dienstleistungen oder Vorprodukte bereitstellen können. Diese Impulse wirken wiederum auf volkswirtschaftliche Größen wie Wachstum, Beschäftigung und Einnahmen der öffentlichen Hand in ganz Berlin – und dies auch über die Förderperiode 2025 hinaus.
Unter dem Strich führen die durch die IBB Gruppe und ihre Partner:innen in Berlin angeschobenen Finanzierungen in Höhe von 2,9 Mrd. EUR nach einer Modellrechnung der IBB-Volkswirt:innen zu einer Erhöhung des Berliner Bruttoinlandsprodukts von rund 3,8 Mrd. EUR im Zeitraum 2025 bis 2027. Davon wurden knapp 3 Mrd. EUR bereits in der Förderperiode 2025 wirksam.
Zudem wurden außerhalb der geförderten Unternehmen rechnerisch weitere rund 2.000 Arbeitsplätze in unterschiedlichen Bereichen der Berliner Wirtschaft zumindest vorübergehend gesichert. Zusammen mit den in der IBB Gruppe gemeldeten Arbeitsplätzen dieser Kategorie konnten in Berlin somit insgesamt rund 9.490 Personen vor der Arbeitslosigkeit bewahrt werden. Ohne diesen arbeitsplatzsichernden Effekt hätte die durchschnittliche Arbeitslosenquote 2025 rechnerisch sogar bei 10,7 % gelegen und damit 0,4-Prozentpunkte über dem vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg offiziell gemeldeten durchschnittlichen Jahreswert von 10,3 %.
Von besonderem Interesse sind neben der Steigerung des Berliner Bruttoinlandsprodukts auch die voraussichtlichen Auswirkungen auf die Einnahmen der öffentlichen Hand. Diese profitiert einerseits von höheren Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen, andererseits aber auch von einer geringeren Inanspruchnahme von Transferleistungen. So erhöhen sich die öffentlichen Einnahmen Berlins aufgrund der Förderungen der IBB Gruppe im Betrachtungszeitraum rechnerisch um rund 395 Mio. EUR.
Im Jahr 2025 entfiel ein großer Teil der volkswirtschaftlichen Wachstumseffekte auf das Hauptziel „Nachhaltige Städte und Gemeinden“. Hier wurde ein stützender BIP Effekt von 1,4 Mrd. EUR erzielt, und zwar über den Transmissionskanal der erhöhten Investitionen. Gleichzeitig entfallen auf dieses Ziel insgesamt 4.279 Arbeitsplätze, davon 950 neu geschaffen.
Auf das Ziel „Industrie, Innovation und Infrastruktur“ entfallen 455 Mio. EUR BIP-Effekte sowie 1.391 Arbeitsplätze, davon 309 neu geschaffen.
Weitere wirtschaftliche BIP-Beträge mit 617 Mio. EUR entfallen zudem auf das Ziel „Hochwertige Bildung“, bei 1.884 gesicherten und geschaffenen Arbeitsplätzen.
Auf das Thema „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ entfallen 347 Mio. EUR BIP-Effekte sowie 1.060 Arbeitsplätze.
Förderwirkung der IBB Business Team im Detail
Die IBB Business Team bietet vielfältige Fördermöglichkeiten sowohl als Zuschüsse als auch als Beratungsleistungen für Unternehmen, Start-ups, Immobilienbesitzer:innen und Privatpersonen in Berlin an.
Die IBB Business Team addressiert die Sustainable Development Goals (SDGs) 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum). Gleichzeitig leistet sie einen wichtigen Beitrag zu SDG 1 (Keine Armut) und SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden). Die IBB Business Team fördert die nachhaltige Entwicklung und den wirtschaftlichen Fortschritt in Berlin durch ein breites Spektrum an Programmen.
Finanzierungszusagen der IBT
*in Tsd. EUR, Summe: 23.898
Förderwirkung der IBB Ventures im Detail
Förderung von Unternehmertum, Kreativität und Innovation
Die Aktivitäten der IBB Ventures dienen der Verbesserung der Finanzierungssituation von Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen und adressieren damit das SDG 8: „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“. Der Fokus liegt auf innovativen Unternehmen mit einem hohen Wachstumspotenzial. Dies resultiert in der Schaffung einer hohen Zahl neuer Arbeitsplätze in den Clustern der gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg.
Neben dieser unmittelbaren Wirkung des Fonds im Bereich der Wirtschaftsförderung wird durch die Geschäftstätigkeit eines hohen Anteils der finanzierten Start-ups eine mittelbare Wirkung im Hinblick auf die SDGs erzielt. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Bereichen Gesundheit, Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, Verantwortungsvoll Konsumieren und Produzieren, Bildung, Nachhaltigkeit und Energie.
Fokus auf Gründerinnen
Die IBB Ventures ist Mitglied der Initiative #startupdiversity des Start-up-Verbands und der bitkom. Ziel der Initiative ist die Stärkung von Gründerinnen im Start-up-Ökosystem. Der Gründerinnenanteil in Deutschland liegt derzeit bei lediglich 19,8 % und nur bei 15 % der Venture Capital Finanzierungen sind Female oder Mixed Teams beteiligt. Bei der IBB Ventures hingegen haben seit dem Start der aktuellen Fonds fast 20 % der finanzierten Start-ups mindestens eine Gründerin im Gründungsteam.
Impact Investing
Im Jahr 2022 wurde das bestehende Fondsangebot um einen Impact VC Fonds erweitert. Dieser Fonds richtet sich gezielt an Berliner Start-ups, deren Geschäftstätigkeit nicht nur auf den wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet ist, sondern auch einen messbaren, positiven Beitrag zur Bewältigung der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen leistet. Im Fokus stehen dabei die SDGs. Der Investitionsschwerpunkt des Fonds wird damit voraussichtlich vor allem in den Bereichen
- Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3),
- Hochwertige Bildung (SDG 4),
- Geschlechtergleichheit (SDG 5),
- Bezahlbare und saubere Energie (SDG 7),
- Industrie, Innovation und Infrastruktur (SDG 9),
- Nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11),
- Nachhaltige/r Konsum und Produktion (SDG 12) sowie
- Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13) liegen.
Der Impact VC Fonds hat ein Volumen von 30 Mio. Euro. 60 % der Fondsmittel stammen aus Rückflüssen und Erträgen aus erfolgreichen Beteiligungen der IBB Ventures, die verbleibenden 40 % aus den EFRE-Mitteln der Europäischen Union der Förderperiode 2021 bis 2027. Auch beim Impact VC Fonds wird eine Verstetigung des Fondsangebotes durch einen Wiedereinsatz von Rückflüssen und Erträgen sowie eine Hebelung durch die gemeinsame Finanzierung mit privaten Investor:innen angestrebt. Dies setzt ein angemessenes Verhältnis von möglicher Rendite und Risiko bei den finanzierten Unternehmen voraus..
Case Studys zur Arbeit der IBB Ventures
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SDG Ziele 1 & 3
Elucid wurde 2022 gegründet und ermöglicht es Unternehmen, mit einer cloud-basierten Service-Plattform Landwirten in der Lieferkette durch abnehmerfinanzierte Vorsorgepläne den Zugang zu Gesundheitsversorgung zu gewährleisten und zugleich ihre negativen Auswirkungen und Risiken in ihrer Lieferkette zu mindern.
Durch die Bereitstellung von Health Benefit Packages wird für Landwirt:innen in globalen Lieferketten der Zugang zu Gesundheitsversorgung erleichtert sowie das Risiko, durch eine Erkrankung unter die Armutsgrenze zu fallen, verringert.
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SDG Ziel 9, 12 & 13
Ucaneo entwickelt eine neue Generation von Direct Air Capture (DAC)-Technologie, die die menschliche Lunge nachahmt. Das Unternehmen verfolgt eine ambitionierte und messbare Mission: bis 2035 eine halbe Gigatonne CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen. Die wärmefreie, energieeffiziente Technologie ermöglicht einen flexiblen Betrieb mit erneuerbaren Energien und unterstützt eine modulare Skalierung.
Bereits heute erreicht Ucaneo Kosten unter 300 EUR pro Tonne mit einem klaren Pfad zu unter 100 EUR pro Tonne, was durch eine unabhängige Machbarkeitsstudie validiert wurde.
Förderwirkung der IBB Capital im Detail
Förderung von Unternehmertum und Beschäftigung
Die Aktivitäten der IBB Capital dienen der Wirtschaftsförderung durch Verbesserung der Finanzierungssituation von Start-ups und adressieren damit im Wesentlichen das SDG 8:
„Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“.
Neben dieser unmittelbaren Wirkung der Gesellschaft im Bereich der Wirtschaftsförderung erzielt die Geschäftstätigkeit eines hohen Anteils der finanzierten Start-ups eine mittelbare Wirkung im Hinblick auf eine Vielzahl von SDGs. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Bereichen Gesundheit, hochwertige Bildung, Wirtschaftswachstum, Industrie, Innovation & Infrastruktur, Nachhaltigkeit & Energie (Klimawandel).
Über das im Mai 2024 gestartete Programm „BerlinInnoGrowth“ (BIG-Programm) werden durch die IBB Capital Investitionen in innovative und wachstumsstarke Startups des bestehenden Portfolios der Gesellschaft getätigt.
Dabei konnten bis Jahresmitte 2026 schon 33 Eigenkapitalinvestitionen, unter anderem in den Bereichen „Gesundheit und Wohlergehen“ und „Hochwertige Bildung“, sowie „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ getätigt werden.
Stand: 01.06.2026