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Verantwortung für nachhaltige Transformation

Auf einem grünen Hintergrund sind mehrere Fotos von lachenden Menschen, Bäumen und Blumen zu sehen. In der Mitte des Bildes steht in Großbuchstaben Verantwortung für nachhaltige Transformation.

#nachhaltighandeln für Berlin

Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmensstrategie der IBB Gruppe verankert. Mit verantwortungsvollem und weitsichtigem Handeln setzt sie öffentliche Mittel gezielt ein, um die nachhaltige Transformation der Berliner Wirtschaft aktiv zu unterstützen. Aus diesem Grund ist die strategische Ausrichtung der Förder- und Finanzierungsaktivitäten der IBB Gruppe stark durch Nachhaltigkeit geprägt.

Ziel ist es, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung Berlins langfristig zu stärken. Daher orientiert sich die IBB Gruppe an den klimapolitischen Zielsetzungen des Landes Berlin und hat diese verbindlich in ihre Geschäftsstrategie integriert:

  • Klimaneutrales Berlin bis 2045
  • Ausrichtung am 1,5-Grad-Ziel
  • Klimapakt Berlin "2025-2030": 70 % weniger CO₂ bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 1990
  • Reduktion der Emissionsintensität im Energiesektor auf 126 g CO₂e/kWh bis 2030, im Immobiliensektor auf 13 kg CO₂e/m²

Transition Finance: Neue Strukturen für mehr Wirkung

Um Transformationsprozesse noch gezielter zu begleiten, hat die IBB ihre Strukturen weiterentwickelt und den Bereich „Transition Finance“ aufgebaut. Dort bündelt sie seit Juli 2025 Kompetenzen aus Nachhaltigkeit, Produktentwicklung und Vertrieb in einer eigenen Organisationseinheit.

Verantwortung bedeutet für uns, die Transformation der Wirtschaft aktiv zu begleiten und Berliner Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen.

Christian Pech

Bereichsleiter Transition Finance, IBB

Der Bereich unterstützt Vorhaben in den Feldern Klimaschutz, Energieeffizienz, Digitalisierung und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. So können Förderbedarfe präziser bewertet und passende Finanzierungsinstrumente gezielt eingesetzt werden – besonders dort, wo klassische Förderansätze nicht ausreichen.

Die Angebote richten sich vor allem an Unternehmen mit klimarelevanten Zukunftsinvestitionen. Auch Immobilieneigentümer:innen können profitieren, etwa bei Investitionen in erneuerbare Energien oder in die energetische Verbesserung von Gebäuden.

Drei junge Frauen sitzen lachend vor einem Laptop. Im Hintergrund sitzen weitere Personen und unterhalten sich.

Klimastrategie systematisch verankert

Die IBB Gruppe hat ihre Klimastrategie als festen Teil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verankert. Sie schafft die Grundlage, um klimabezogene Auswirkungen der Förder- und Finanzierungsaktivitäten systematisch zu erfassen und zu steuern.

Zentral ist dabei die Klimabilanz. Sie bildet direkte und indirekte Emissionen ab und dient als Grundlage, um die Emissionsentwicklung im Portfolio gezielt zu steuern. Die erste umfassende Erhebung erfolgte 2023.

Besonders emissionsrelevant sind die Sektoren Immobilien und Energieversorgung. Für beide Bereiche haben wir Transitionspfade definiert, die sich am 1,5-Grad-Ziel orientieren. Ziel ist es, die Emissionsintensität bis 2030 deutlich zu senken und bis 2045 Netto-Null zu erreichen.

Beitrag zum Klimapakt Berlin

Mit dem Klimapakt Berlin 2025–2030 hat das Land Berlin eine zentrale Grundlage geschaffen, um die Transformation von Energieversorgung und Wirtschaft voranzutreiben. Die Grundlage bildet das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetzes, das eine Reduzierung der CO₂-Emissionen um 70 % bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 1990 vorsieht. Seit 1990 konnten die CO₂-Emissionen bereits von rund 30 Mio.Tonnen auf aktuell rund 14 Mio. Tonnen CO₂ reduziert werden. Bis 2030 sollen es nur noch ca. 9 Mio. Tonnen CO₂ sein. Die Umsetzung der Maßnahmen wird regelmäßig überprüft.

Zur Erreichung dieser Ziele sind Investitionen der landeseigenen Unternehmen in Höhe von rund 13,6 Mrd. Euro bis 2030 vorgesehen. Das Land Berlin unterstützt diese Maßnahmen zudem durch die Bereitstellung von 2,3 Mrd. Euro Eigenkapital. Die IBB begleitet diese Entwicklung mit ihrem Förder- und Finanzierungsgeschäft, insbesondere bei erneuerbaren Energien, energieeffizientem Bauen und klimafreundlicher Wärmeversorgung. Ein wichtiges Beispiel ist die Finanzierung des Rückkaufs des Berliner Fernwärmenetzes im Jahr 2024. Dies schaffte eine wesentliche Voraussetzung, um die Wärmeversorgung in Berlin schrittweise zu dekarbonisieren.

Neues Förderangebot für KMU

Mit dem Förderprogramm „Berlin Kredit Transformation“ hat die IBB im Berichtsjahr ein neues Finanzierungsangebot für kleine und mittlere Unternehmen aufgelegt. Es unterstützt Wachstums- und Transformationsvorhaben, darunter Betriebserweiterungen, Innovationen, Betriebsübernahmen und Betriebsmittel.

Darüber hinaus fördert das Programm Investitionen in energie- und ressourceneffiziente Prozesse, Technologien und Maschinen sowie energetische Sanierungen von Nichtwohngebäuden. Die Finanzierung erfolgt über den EU-kofinanzierten KMU-Fonds, der aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gespeist, durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe bereitgestellt und durch die IBB kofinanziert wird. In der aktuellen Förderperiode verfügt der Fonds über ein Gesamtvolumen von mehr als 202 Mio. Euro.

Hinter einer Glaswand sitzen Personen an einem Tisch und unterhalten sich. Vor ihnen stehen Kaffeebecher und Laptops.

Vierter Social Bond erfolgreich emittiert

Die IBB hat im November 2025 ihren vierten Social Bond mit einem Emissionsvolumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren erfolgreich emittiert. Sie begab die Anleihe auf Grundlage des IBB Social Bond Framework (Mai 2024). Die Mittel dienen der (Re-)Finanzierung von Darlehen mit sozialem Mehrwert in den Kategorien:

  • „Bezahlbarer Wohnraum“,
  • „Bezahlbare Basisinfrastruktur“,
  • „Zugang zu wesentlichen Dienstleistungen“ sowie
  • „KMU-Finanzierung und Schaffung von Arbeitsplätzen“.

Mit der Emission adressiert die IBB zentrale Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, darunter die Ziele (1) Keine Armut, (3) Gesundheit und Wohlergehen, (4) Hochwertige Bildung, (8) Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, (9) Industrie, Innovation und Infrastruktur sowie (11) Nachhaltige Städte und Gemeinden.

Zum PDF "IBB Social Bond Framework"