Offenheit für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung
Gezielte Förderung für Wachstum und Innovation
Auch in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Jahr blieb Berlin ein bedeutender Standort für Innovation, Gründungen und neue Geschäftsmodelle. Mit dem Ziel, Entwicklung zu ermöglichen, Investitionen anzustoßen und Arbeitsplätze in Berlin zu schaffen, hat die IBB Gruppe die Berliner Wirtschaft 2025 mit passgenauen Förder- und Finanzierungsangeboten unterstützt und Unternehmen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen begleitet. Trotz konjunktureller Unsicherheiten, eines selektiveren Investitionsklimas und tiefgreifender Transformationsprozesse behauptete sich Berlin als starker Innovationsstandort. Gerade in diesem Umfeld zeigen sich der Wert verlässlicher Förderstrukturen und die Bedeutung öffentlicher Finanzierungspartner.
Die IBB erzielte im klassischen Fördergeschäft ihr bisher stärkstes Ergebnis und auch die IBB Business Team und die IBB Capital konnten an die Zahlen aus dem Vorjahr anknüpfen. Die IBB Ventures verzeichnete einen leichten Rückgang, konnte jedoch, trotz des herausfordernden Venture-Capital-Umfelds, erfolgreiche Exits im Portfolio realisieren. Dies unterstreicht das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Berlin und zeigt einmal mehr die Bedeutung stabiler und verlässlicher Finanzierungsstrukturen. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten spielen gezielte Förderinstrumente eine entscheidende Rolle, um Unternehmen zu unterstützen und langfristige Investitionen zu ermöglichen.
Neue Ideen brauchen Raum. Offenheit heißt für uns, Berliner Unternehmen bei Innovationen und neuen Technologien zu begleiten
Investitionsbank Berlin
Klassisches Fördergeschäft erreicht neues Rekordniveau
Mit Finanzierungszusagen in Höhe von 497,0 Mio. Euro liegt das Förderergebnis 2025 rund 73 % über dem Vorjahreswert (286,9 Mio. Euro) und ist damit das größte Finanzierungsvolumen im Rahmen der Förderprogramme seit der Verselbstständigung der IBB im Jahr 2004. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Darlehensprogramme zurückzuführen, deren Zusagen sich im Vergleich zum Vorjahr von 198,4 Mio. Euro auf 403,7 Mio. Euro mehr als verdoppelt haben.
Auch das Zuschussgeschäft konnte ein leichtes Plus von 5,5 % verzeichnen, mit Finanzierungszusagen in Höhe von 93,4 Mio. Euro (Vorjahr: 88,5 Mio. Euro). Einen Zuwachs gab es auch bei der Anzahl an Finanzierungszusagen, die von 670 in 2024 auf 783 im Berichtsjahr anstiegen.
Finanzierungszusagen der IBB im Fördergeschäft (inkl. BSG, exkl. Sondergeschäft)
*in Mio. EUR
IBB und IBB Ventures investieren 354 Mio. Euro in Zukunftstechnologien
Für Unternehmen in den Berliner Clustern sagte die IBB in 2025 insgesamt 516 Finanzierungen (Vorjahr: 476) mit einem Gesamtvolumen von 340,4 Mio. Euro (Vorjahr: 221,3 Mio. Euro) zu. Unter Einbeziehung der IBB Ventures ergeben sich 553 Zusagen (Vorjahr: 524) über 353,7 Mio. Euro (Vorjahr: 239,8 Mio. Euro) und das größtenteils im Berliner Cluster „Verkehr und Mobilität“ mit rund 191,9 Mio. Euro, gefolgt vom Cluster „Informations- und Kommunikationstechnik“ (I. u. K.) mit rund 56 Mio. Euro. Damit wurden im Berichtsjahr gut 47,5 % mehr Mittel in Zukunftstechnologien als im Vorjahr investiert.
Finanzierungszusagen in den Berliner Clustern 2025 (exkl. Sondergeschäft)
in Mio. EUR
* Informations- und Kommunikationstechnik
Finanzierungszusagen von rund 70 Mio. Euro für Gründungsvorhaben
Im Berichtsjahr entfielen 36 % aller zugesagten Finanzierungen auf Gründungsvorhaben. Mit 69,0 Mio. Euro hatten sie einen Anteil von 13,9 % am gesamten Finanzierungsvolumen. Damit hat sich das Fördervolumen gegenüber dem Vorjahr (79,5 Mio.Euro) erneut verringert. Auch die Anzahl der finanzierten Vorhaben war rückläufig und lag bei 282 (Vorjahr: 316). Trotz der moderat rückläufigen Zahlen blieb die Nachfrage nach Förderangeboten für Gründungsvorhaben im wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld 2025 insgesamt zufriedenstellend.
IBB Business Team
IBT vergibt Fördermittel von insgesamt 23,9 Mio. Euro
Die IBT unterstützt Berliner Gründer:innen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Eigentümer:innen und Mieter:innen von Wohnimmobilien. Sie trägt mit ihren Förderangeboten zum Erreichen der Ziele des Landes Berlin in den Bereichen Existenzgründung und Beratung, Innovation und Digitalisierung, Energie und Nachhaltigkeit sowie Mobilität bei. Insgesamt betreut die IBT per 31.12.2025 15 Förderprogramme, in denen sie über 21.177 Förderungen mit einem Volumen von über 23,9 Mio. Euro zugesagt hat.
Anzahl der Förderzusagen durch die IBB Business Team GmbH
Förderung des Klimaschutzes
Neben der Wirtschaftsförderung ist die Förderung von Maßnahmen, die den Herausforderungen des Klimawandels sinnvoll begegnen, ein wichtiger Baustein im Portfolio der IBT. Das Programm „GründachPLUS“ hat das Ziel, dem Klimawandel trotz steigender Wohnraumverdichtung entgegenzuwirken, indem die Begrünung von Dächern und auch Fassaden gefördert wird. Mit Wohnhausbegrünungen können Artenvielfalt, Luftqualität, Lebens- und Erholungsräume verbessert oder erhalten werden, indem städtische Bebauung optimal genutzt wird. Das Programm „SolarPLUS“ ist ein wichtiger Baustein bei der Erfüllung des Masterplans Solarcity, der 2020 vorgelegt wurde, um die Klimaneutralität Berlins bis 2045 zu erreichen.
Das Zuschussprogramm „ReparaturBONUS“ bietet den Verbraucher:innen einen finanziellen Anreiz, defekte Produkte zu reparieren, anstatt sie wegzuwerfen und neue zu kaufen. Mit der Reduktion von Abfall und der Schonung natürlicher Ressourcen leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einer umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Zukunft und folgen damit der Zero-Waste-Strategie des Landes Berlins. Die IBT sieht auch in Zukunft Chancen, weitere Förderprogramme von den Berliner Senatsverwaltungen zu übernehmen, da das Land trotz der demografischen Entwicklung Förderprogramme bereitstellen und zudem digitale Prozesse entwickeln und anbieten will.
IBB Ventures
IBB Ventures investiert 14,4 Mio. Euro in Erst- und Folgerunden
Die aktuelle Fondsgeneration – bestehend aus dem Impact VC Fonds, VC Fonds Kreativwirtschaft und VC Fonds Technologie – startete im Jahr 2022/2023 mit einem Volumen von 120 Mio. Euro. Während die beiden letztgenannten Fonds das bereits seit Jahren etablierte Angebot für junge und wachstumsstarke Technologieunternehmen sowie Unternehmen der Kreativwirtschaft fortführen, richtet sich der Impact VC Fonds an Berliner Start-ups, welche mit Ihrer Geschäftstätigkeit einen signifikanten und messbaren Betrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN (SDG) leisten. Im Jahr 2024 erfolgte eine Aufstockung des Fondsvolumens der aktuellen Generation um weitere 10 Mio. Euro auf 130 Mio. Euro, um dem unvermindert hohen Finanzierungsbedarf innovativer Technologieunternehmen Rechnung zu tragen.
In 2025 wurde das Finanzierungsangebot um den VC Pre-Seed Fonds „B#“ (be sharp) erweitert, welcher sich an besonders junge Berliner Start-ups in der Pre-Seed Phase richtet. Dabei liegt der Fokus auf hochinnovativen Technologieunternehmen, welche die Anforderungen einer „kritischen Technologie“ der EU Kommission als Mittelgeberin erfüllen. Insgesamt hat die IBB Ventures seit 1997 Fonds mit einem Volumen von über 430 Mio. Euro aufgelegt. Gemeinsam mit Finanzierungspartnern konnten fast 2,1 Mrd. Euro in über 300 Berliner Start-ups investiert werden.
Diese Fonds realisierten 13 neue Beteiligungen sowie den Abschluss von 26 Folgerunden. In Erst- und Folgerunden hat die IBB Ventures dabei 14,4 Mio. Euro investiert. Daneben haben private Investorinnen und Investoren den Start-Ups weitere 83,9 Mio. Euro im Rahmen gemeinsamer Finanzierungen bereitgestellt. Erfreulich ist, dass trotz des herausfordernden Umfelds auch im Jahr 2025 erfolgreiche Exits im Portfolio realisiert werden konnten.
Das Beteiligungsportfolio der IBB Ventures
IBB Capital
IBB Capital sagt Finanzierungen von rund 11 Mio. Euro zu
Die IBB Capital stellt seit 2020 Eigenkapital bzw. eigenkapitalähnliche Finanzierungen für Berliner Start-ups und KMU bereit. Seit ihrer Gründung setzt die Gesellschaft das Programm „Corona-Hilfen für Start-ups“ um. Das Programm wurde in der Corona-Krise aus dem 2-Milliarden-Hilfsprogramm des Bundes für Start-ups gespeist und maßgeblich durch die KfW refinanziert. Weitere Mittel der IBB sind durch das Land Berlin abgesichert. Bis zum Ende der Investitionsphase des Programms am 30.06.2022 sind insgesamt 252 Zusagen an 137 Start-ups erteilt worden. Bis Ende 2023 wurden insgesamt rund 158 Mio. Euro investiert.
Das Land Berlin hat sich in 2024 am Bundesprogramm „RegioInnoGrowth“ (RIG) über die IBB Gruppe beteiligt. Das Programm wird in Berlin unter dem Namen BerlinInnoGrowth (BIG-Programm) durch die IBB Capital umgesetzt. Das BIG-Programm hat bis 2027 ein geplantes Volumen von 50 Mio. Euro. Davon entfallen 30 Mio. Euro auf KfW-Mittel, der Anteil des Landes Berlin/der IBB Gruppe beläuft sich auf 5 Mio. Euro.
Auch im BIG- Programm werden mit diesen öffentlichen Mitteln die Investments privater Investor:innen gehebelt. Das Programm richtet sich an wachstumsstarke Unternehmen aus dem Bestandsportfolio der IBB Capital zur interessewahrenden Nachfinanzierung. Seit dem Start des BIG- Programms im Mai 2024 hat die IBB Capital Zusagen an 23 Unternehmen aus ihrem Bestandsportfolio über insgesamt 21 Mio. Euro getätigt. Zusammen mit dem Anteil der privaten Co-Investor:innen wurden im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt rund 15 Mio. Euro investiert. Als Teil größerer Finanzierungsrunden sind den Start-ups über die öffentlichen Mittel der IBB Capital und der privaten Co-Investor:innen hinaus noch weitere finanzielle Mittel privater Investor:innen in Höhe von rd. 25 Mio. Euro zugeflossen. Durch diese Investitionen konnten in diesen Portfoliounternehmen bis zu 415 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen werden.