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Unser ESG-Management

Struktur & Verantwortlichkeiten

Der Vorstand der IBB Gruppe ist für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich. Durch den Vorstand wurde ein ESG-Management inklusive ESG-Officer bestimmt, welches in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen für die Umsetzung eines systematischen Nachhaltigkeitsmanagements in der gesamten Gruppe leitend ist. Der ESG-Officer berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und arbeitet eng mit dem zentralen ESG-Management, der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit und den Tochtergesellschaften zusammen, um Ziele in die Praxis umzusetzen und neue ESG-Initiativen zu integrieren.

Die Implementierung eines eigenen ESG-Managements ermöglicht eine zielgerichtete und fokussierte Herangehensweise an Nachhaltigkeitsfragen. Der Aufgabenbereich des ESG-Managements umfasst ein breites Feld vom ESG-Datenmanagement bis zur Unterstützung der Transformation Berlins in eine klimaneutrale Stadt , wobei stets eine enge Abstimmung mit anderen Unternehmensbereichen erfolgt.

Der ESG-Officer stellt als zentrale Anlaufstelle innerhalb der Gruppe sicher, dass die nötigen Rahmenbedingungen und Regelungen vorhanden sind und begleitet aktuelle Marktentwicklungen im Sinne einer Koordinierungsfunktion in die Bereiche hinein.

Prozesse und Verfahren zur Verwaltung von ESG

  • Das ESG-Management der IBB Gruppe ist verantwortlich für die Einhaltung der sich weiterentwickelnden gesetzlichen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit und stellt sicher, dass diese in unsere Betriebsabläufe integriert werden. Wir beobachten das gesetzliche Umfeld aktiv, um hinsichtlich neuer Vorschriften auf dem Laufenden zu bleiben und gehen oft über die verpflichtenden Ansprüche hinaus, indem wir freiwillig Änderungen übernehmen, die zu signifikanten Verbesserungen führen. Um eine Schlüsselrolle im Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu spielen richten wir unsere Praktiken an gesetzlichen Verpflichtungen wie den EBA Guidelines oder der CSRD aus, um sicherzustellen, dass die Entwicklung nicht auf Kosten anderer Umweltziele oder Standards erfolgt.

  • Das ESG-Management formuliert und implementiert Richtlinien, die Nachhaltigkeit auf allen Ebenen unserer Betriebsabläufe verankern. Diese Richtlinien entstehen durch einen kollaborativen Prozess, der auf unserer strategischen Vision aufbaut, verbindliche gesetzliche Anforderungen einhält und sich an den Best-in-Class Branchenpraktiken orientiert. ESG-Richtlinien sind nicht allein das Werk des ESG-Managements: Alle relevanten Abteilungen tragen dazu bei, verschiedene Perspektiven einzubringen und die effektivsten Lösungen zu entwickeln. Im Zentrum unseres Nachhaltigkeitsrahmens stehen die folgenden Schlüsselrichtlinien, die unser Engagement für verantwortungsbewusste und nachhaltige Geschäftspraktiken leiten:

    • Die Nachhaltigkeitsleitlinien der IBB Gruppe: Zentral in unserem ESG-Management-Rahmen, integrieren diese Leitlinien Nachhaltigkeit in alle Aspekte unserer Betriebsabläufe. Sie definieren unsere Mission, Prinzipien und Ausschlusskriterien sowohl für unser Förder- als auch unser Kreditportfolio.
    • Die Treasury-Nachhaltigkeitsleitlinie: Diese Richtlinie bietet weitere Details zu unserem Ansatz für nachhaltige Investitionen und Portfoliomanagement. Sie deckt Ausschlüsse, Bewertungspraktiken von Portfolios und unser Engagement für aktives Shareholding durch die Auswahl von Best-in-Class-Unternehmen auf Grundlage von ESG-Faktoren ab.
  • Die IBB Gruppe verwendet systematisch eine Vielzahl von Daten, sowohl qualitative als auch quantitative, um ihre Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit zu erfassen. Dabei orientiert sie sich an den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse nach der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) werden die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen für die Gruppe sowie die dazugehörigen Datenpunkte festgelegt.

    Diese Kennzahlen ermöglichen es uns, Zielerreichung zu überprüfen, Entwicklungen zu beobachten und eine Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen herzustellen. Die aus verschiedenen Fachbereichen und Tochterunternehmen der IBB UV zusammengetragenen Informationen fließen in die Konzern-Nachhaltigkeitserklärung ein und werden im Rahmen des Konzernlageberichts offengelegt.

    In enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und Tochterunternehmen der IBB UV stellt das ESG-Management die Datenqualität in einem internen Kontrollsystem sicher. Die Ergebnisse werden regelmäßig überprüft, um die laufende Entwicklung nachzuvollziehen und jährliche Vergleiche zu ermöglichen.

  • Ein Fokus bei der Produktentwicklung ist die Prüfung, inwiefern das Förderprodukt zur Umsetzung der Nachhaltigkeits- und Klimastrategie der IBB Gruppe sowie zur nachhaltigen Entwicklung des Landes Berlin beitragen kann. Die IBB Gruppe legt dabei großen Wert auf den Ausbau nachhaltiger Förderprodukte, insbesondere unter Berücksichtigung einer klimaneutralen und wachsenden Stadt. Das ESG-Management ist dabei eng in der Initiativ- und Entwicklungsphase von Produktentwicklungen eingebunden, sowie über den sog. „Neue-Produkt-Prozess“ (NPP), der bei der Aufnahme neuer Geschäftsaktivitäten durchgeführt wird. Über den NPP werden neue Produkte oder Produktmodifizierungen hinsichtlich verschiedener Nachhaltigkeitsaspekte begutachtet. Dazu zählen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsleitlinien der IBB Gruppe, die SGDs oder ESG-Kriterien.

    Darüber hinaus kooperiert die IBB Gruppe bei der Produktentwicklung eng mit lokalen Stakeholdern. Im Bereich der Wirtschaftsförderung arbeitet sie mit den Berliner Geschäftsbanken, aber auch weiteren regionalen Institutionen, wie z.B. Berlin Partner oder visitBerlin, zusammen, um die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten sicherzustellen. Bei der Immobilienförderung werden im Rahmen der Initiativ- und Entwicklungsphase gemeinsam mit dem Land Berlin regelmäßig wohnungswirtschaftliche Verbände und Vertretungen der Mieterschaft eingebunden, die wiederum stellvertretend für ihre Mitglieder Stellung zu neuen Förderbedingungen beziehen können. In einer jährlichen Befragung werden zudem Wohnungsmarktexpert:innen um ihre qualifizierte Meinung zur Lage am Berliner Wohnungsmarkt gebeten. Dabei stehen vor allem soziale Kriterien im Vordergrund. Die Ergebnisse fließen in das IBB Wohnungsmarktbarometer und die Entwicklung neuer Förderprodukte ein. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung des Produktportfolios, in Abstimmung auf die Bedürfnisse der Berliner Bevölkerung.

    Um überregionale und internationale Impulse auf dem Feld der Produktentwicklung aufzunehmen, tauscht sich die IBB Gruppe darüber hinaus seit vielen Jahren über die Netzwerke des VÖB und EAPB intensiv mit anderen Förderinstituten aus und berücksichtigt neue Produktideen.

    Im Endergebnis liegen jedem Förderprodukt bestimmte Richtlinien, FAQs oder Merkblätter zugrunde, die festlegen, welche Anspruchsgruppen (bspw. kleine und mittlere oder innovative Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften oder private Wohnungseigentümer:innen) unter welchen Bedingungen eine Finanzierung erhalten können, inklusive verschiedener Ausschlüsse.

    Im Fokus der Wirtschaftsförderung stehen das nachhaltige Wachstum von Berlin sowie die Begleitung von Berliner Unternehmer:innen und Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation, entlang aller Phasen der Unternehmensfinanzierung. Bei einem Großteil der Aktivitäten werden EU-Strukturfondsmittel (EFRE) eingesetzt. Die daraus entstehenden Förderprodukte sind kompatibel mit den auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Zielen der Europa-2021-Strategie und den nachfolgenden Förderperioden. Seit 2021 werden die Ziele der Fonds in „Einklang mit dem in Artikel 11 AEUV verankerten Ziel der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung verfolgt, wobei den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung, dem Übereinkommen von Paris und dem Grundsatz der ‚Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen‘ Rechnung zu tragen ist“. Hieraus resultieren Vorgaben und Regelungen, deren Einhaltung ebenfalls durch unabhängige Stellen kontrolliert wird. Die Unternehmensfinanzierungen sollen das Gründungsgeschehen, die Innovationsfähigkeit und die Produktivität, vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), steigern. Unternehmen in den Clustern der gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den Clustern gehören u.a. die Gesundheitswirtschaft, IKT, optische Technologien, Mobilität und Energietechnik. Die Berliner Kund:innen und Stakeholder aus den Clustern werden über das Key Account Management bei der IBB Gruppe eng betreut.