Strategisches Management
Durch eine langfristige und zielgerichtete Strategieentwicklung gewährleisten wir, dass wir flexibel auf Veränderungen im Markt reagieren und neue Chancen optimal nutzen können.
Tiefe der Wertschöpfungskette
Die Tiefe der Wertschöpfungskette der IBB Gruppe lässt sich – vereinfacht – durch die bekannten Punkte Beschaffung, Produktion und Absatz definieren. Dabei werden unter dem Punkt Beschaffung die Refinanzierung und die Mittelherkunft verstanden. Dies erfolgt durch staatliche Mittel der EU, des Bundes und des Landes Berlin sowie durch die Refinanzierung am Geld- und Kapitalmarkt und die Begebung von Anleihen.
Beschaffung – Wie finanzieren wir die Förderung?
- Staatliche Mittel (EU, Bund, Land Berlin)
- Geld- und Kapitalmarkt, Begebung von Anleihen
Produktion – Wie fördern wir?
Hauptsächlich werden Finanzdienstleistungen erbracht, hierfür ergibt sich Aufwand hinsichtlich:
- Compliance-Maßnahmen
- Gesellschaftlichen Engagements (Marketing)
- Sozialer Verantwortung gegenüber unseren Beschäftigten (Personalkosten)
- Betrieblichen Umweltschutzes und Ressourceneffizienz (technische Innovation, Beschaffung, Kund:innenservice etc.)
Absatz – Was wird von uns gefördert?
- Kreditvergabe
- Zuschüsse
- Bürgschaften
- Beteiligungen
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Als Förderbank beruht die Wertschöpfung der IBB im Wesentlichen auf ihren Finanzierungsleistungen in den Geschäftsfeldern Arbeitsmarktförderung, Wirtschaftsförderung sowie Immobilien- und Stadtentwicklung („Was wird von uns gefördert?“).
Die Programme in der Wirtschaftsförderung haben zum Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Berlin zu stärken und damit zukunftssichere Arbeitsplätze in Berlin zu schaffen, die die Region wirtschaftlich stärken. Dabei kontrolliert und gewährleistet die IBB Gruppe die Mittelverwendung im Sinne der Förderrichtlinien. Unterstützt wird unser Vorgehen („Wie fördern wir?“) durch entsprechende interne Vorgaben und Regelungen, gut ausgebildete Beschäftigte und einen nachhaltigen Geschäftsbetrieb.
In der Immobilien- und Stadtentwicklung gibt es Förderprogramme für den Neubau sowie die energetische Sanierung, Modernisierung und Instandsetzung des Wohnungsbestandes. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Programme für die energetische Sanierung bzw. den energieeffizienten Neubau und die Schaffung barrierefreier, altersgerechter Wohnungen. Die Einhaltung baulicher und ökologischer Standards ist hierbei durch die IBB Gruppe zu kontrollieren.
Das dritte Geschäftsfeld ist die Arbeitsmarktförderung. Das Geschäftsfeld widmet sich primär der Förderung und der Investition in Menschen sowie unserer Gesellschaft. Der Fokus liegt dabei klar darauf, den Fachkräftebedarf zu sichern sowie durch soziale Inklusion und Bildung Menschen in ihrer Teilhabe an der Gesellschaft zu stärken.
Durch den gezielten Einsatz von Eigenmitteln schaffen wir in den Förderbereichen verbesserte Investitionsanreize. Zusätzlich bieten die neuen ESG-Scoringverfahren die Möglichkeit, Bedarfe an Fördermitteln für nachhaltige, sowohl umwelt- als auch sozialbezogene Verbesserungen zu erkennen. Gleichzeitig werden damit ein initialer Ansatzpunkt geschaffen, Fördernehmer:innen sensibilisiert und mit Nachhaltigkeit vertraut gemacht. Sukzessive ist die IBB Gruppe hier auch Sparringspartnerin für das Erkennen eigener Entwicklungspotenziale auf Seiten der Fördernehmer:innen. Hier reichen die nachhaltigkeitsbezogenen Betrachtungen inzwischen bis in die Produktions- und Ansatzmodelle der geförderten Unternehmen. Mit dem Bereich „Transition Finance“ reagiert die IBB auf den gestiegenen Bedarf an Finanzierungen für Transformationen. Sie richtet ihre Förderaktivitäten gezielt auf den Wandel der Wirtschaft hin zu mehr Klimaneutralität, Energieeffizienz und Innovation aus.
Das Treasury der IBB unterstützt die Förderkreditprogramme der IBB, indem es die Refinanzierung an den Geld- und Kapitalmärkten durchführt, Fälligkeiten dieser Emissionen steuert, Zinsrisiken absichert und durch Halten von liquiden Anleihen die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen und die Zahlungsfähigkeit der Bank sicherstellt. Auch wenn das Treasury somit in erster Linie eine Dienstleistungsfunktion für das Förderkreditgeschäft hat, wird mit einer Kombination von Maßnahmen eine förderliche Dynamik auf die Nachhaltigkeit der Finanzmärkte erzeugt. Die Maßnahmen enthalten eine ESG-Ratingsteuerung für Anleiheninvestitionen sowie Geschäftspartner:innen im Kapitalmarktgeschäft, dedizierte ESG-Investments (Green, Social & Sustainable Bonds), Normsbased Screenings mit Hilfe der IBB-Ausschlusskriterien, Engagement Calls sowie die Emission eigener IBB Social Bonds nach ICMA-Standard.
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Die IBT, IBB Ventures und IBB Capital runden das Portfolio hinsichtlich des positiven Impacts ab. Unsere IBB Business Team bringt dabei neben der Start-up- und Immobilienförderung, Wissenschaftstransfer und Digitalisierung auch den Klimaschutz im Land Berlin voran. Die IBB Capital ist eine Eigenkapitalfinanzierungsgesellschaft der IBB UV, die seit der Corona-Pandemie gemeinsam mit der KfW, dem Land Berlin und Finanzintermediären Berliner KMU und Start-ups über EK und EK-ähnliche Mittel (VC-Gesellschaften, Family Offices, Angels u.a.) sowie Innovationswachstums-Finanzierungen unterstützt. Die IBB Ventures unterstützt durch Risikokapital, welches mit EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) kofinanziert ist, innovative Start-ups und somit den Gründer- und Wirtschaftsstandort Berlin. Seit 2022 erstmals auch durch einen von IBB Ventures verwalteten Impact VC Fonds. Dieser finanziert gezielt Start-ups, deren Geschäftstätigkeit nicht nur auf den wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet ist, sondern auch einen messbaren positiven Beitrag zur Bewältigung der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen leistet. Seit 2025 unterstützt die IBB Ventures besonders die sehr frühphasigen Unternehmen mit dem VC Pre-Seed Fonds B# ( www.bsharp.vc ).
Beteiligung von Anspruchsgruppen
Die IBB Gruppe hat mit dem Beginn des Themas Nachhaltigkeit ihre Anspruchsgruppen definiert und überprüft dies regelmäßig im jährlichen Strategieprozess. Relevante Stakeholder sind neben dem Land Berlin in erster Linie die Kund:innen in der Arbeitsmarkt-, Immobilien- und Wirtschaftsförderung, die Vertreter:innen von Politik und politiknahen Organisationen, Kammern und Verbänden sowie die Belegschaft der IBB Gruppe, weil sie ein originäres Interesse an der Entwicklung haben.
Die Anspruchsgruppen sind in den Gremien der IBB UV vertreten und in dem vom Verwaltungsrat berufenen Beirat repräsentiert. Über die Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat informiert jährlich der im Rahmen des Geschäftsberichts wiedergegebene Bericht des Verwaltungsrats.
Befragung von Kund:innen und Beschäftigten
Wesentliches Element des Stakeholderdialogs ist die Befragung von Kund:innen und Beschäftigten. Diese findet alle 24 Monate statt, zuletzt im Frühjahr 2025. Die Ergebnisse werden dem Vorstand, den Beschäftigten, den Beschäftigtenvertretungen und dem Verwaltungsrat vorgestellt.
Die spontanen Assoziationen zur IBB zeichnen ein überwiegend positives Stimmungsbild. Genannt werden vor allem Aspekte mit positivem bzw. neutralem Bedeutungsgehalt. So assoziieren die Kund:innen mit der IBB vor allem ihre Kernkompetenz, das Fördergeschäft. Auf den weiteren Plätzen werden neben positiv wahrgenommenen Aspekten der Kundenbeziehung wie Kompetenz/Professionalität, Kundenfreundlichkeit und Engagement jedoch auch negative Aspekte wie Bürokratie und die langen Bearbeitungszeiten angeführt.
Die Informiertheit über das Förderangebot der IBB ist hoch: Etwas mehr als zwei Drittel der Kund:innen fühlen sich über die Fördermöglichkeiten sehr gut bzw. gut informiert, darunter knapp die Hälfte sehr gut. Verbesserungspotenzial sehen die Kund:innen dagegen in einer stärkeren proaktiven Information seitens der IBB, z.B. per Mail oder Newsletter.
Die Zufriedenheit mit den Leistungskriterien bewegt sich durchschnittlich im oberen mittleren Bereich. Am zufriedensten sind die Kund:innen mit der Fachkompetenz. Die geringste Zufriedenheit besteht bezüglich der Dauer der Bearbeitung von Anfragen und Antragsverfahren und der an Unternehmen gestellten Anforderungen im Zusammenhang mit der Antragstellung.
Die Weiterempfehlungsbereitschaft bewegt sich auf einem hohen Niveau: Ca. vier von fünf Kund:innen halten es für wahrscheinlich, die IBB weiterzuempfehlen, darunter zwei Drittel für sehr wahrscheinlich.
Die Beschäftigten äußern sich insbesondere positiv zur Arbeitsatmosphäre, zu den Möglichkeiten zur persönlichen Veränderung bzw. Weiterentwicklung im Unternehmen sowie zur Informiertheit. Den höchsten Zustimmungswert vergeben die Beschäftigten für die Weiterempfehlung der IBB als Arbeitgeberin.
Veranstaltungen und Publikationen
Ein weiteres Instrument zum Austausch mit den Anspruchsgruppen sind Publikationen und Veranstaltungen, die die IBB zu zentralen Förderthemen regelmäßig herausgibt bzw. durchführt. Die IBB gibt im Bereich der Immobilienförderung jährlich den IBB Wohnungsmarktbericht und das IBB Wohnungsmarktbarometer heraus, eine Befragung von mehr als 200 Expert:innen unterschiedlicher Couleur zu zentralen Themen des Berliner Wohnungsmarkts. Der jährliche Berliner Immobiliendialog führt sein Anliegen – den Austausch mit den Stakeholdern des Berliner Immobilienmarkts – bereits im Veranstaltungstitel und bietet den Rahmen für einen Fachaustausch zu Themen wie soziale Wohnraumförderung, energetische Sanierungen und Erreichung der Klimaziele.
Stand: 01.06.2026