Hausinterne Ressourceneffizienz
Die IBB Gruppe nimmt ihre Verantwortung ernst, natürliche Ressourcen schonend zu nutzen. Deshalb setzen wir uns klare Ziele, um die ökologischen Auswirkungen unseres Geschäftsbetriebs stetig zu verringern.
Umweltmanagement
Als Förderbank liegt es in unserer Verantwortung, sinnvoll mit natürlichen Ressourcen umzugehen. Deshalb verfolgen wir die uns selbst gesetzten Ziele, um die ökologischen Auswirkungen durch den Geschäftsbetrieb weiter zu verbessern. Dies wollen wir auch durch unsere internen Strukturen implementieren. Der Stab Services der IBB ist dabei für das technische Gebäudemanagement sowie das infrastrukturelle und kaufmännische Facility Management für die gesamte IBB Gruppe verantwortlich und berichtet direkt an den Vorstand Marktfolge (UB 3). Das primäre Ziel für das vergangene Geschäftsjahr ist die Umsetzung eines klimaneutralen Bankbetriebs. Um die Ziele umsetzen zu können, wurden Maßnahmen definiert. Zur Messung der Erfüllung der Maßnahmen und Ziele sammelt der Bankbetrieb entsprechende Daten.
Die Strategie der IBB ist es, Ressourcen bewusst und sorgsam zu verwenden, um auch die Entstehung von CO2-Emissionen im Geschäftsbetrieb auf ein Minimum zu reduzieren. Das Gebäudemanagement wird aus der Bank heraus für die gesamte IBB Gruppe betrieben. So ergibt sich daraus das Ziel der IBB Gruppe, den Einsatz von Ressourcen konsequent zu reduzieren und unvermeidbare Belastungen weitgehend zu kompensieren. Um weiterhin eine positive Entwicklung der Umweltkennzahlen zu erreichen, achtet die Gruppe auf ressourcenschonende und energieeffiziente Technik, nutzt Fernwärme sowie energiesparende IT-Hardware und bezieht zu 100 Prozent zertifizierten Ökostrom aus Solarenergie. Seit 2015 erstellt sie eine Bilanz ihrer ökologischen Daten und Verbrauchswerte gemäß den Standards des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V. (VfU). Dies ermöglicht einen Vergleich der nach einem einheitlichen Standard erhobenen Daten mit anderen Finanzinstituten. Grundlage sind die Richtlinien des VfU mit den Umrechnungsfaktoren des Updates 2022.
Durch Teilnahme an Seminaren versucht die IBB, immer wieder weitere Inhalte für das Umweltmanagement aufzunehmen.
Gemäß der Energieeffizienzrichtlinie der EU 2012/27/EU (EED) und in Deutschland dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) hat sich die Investitionsbank Berlin verpflichtet, alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchzuführen. Alternativ wäre ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem mit Energieaspekten einzuführen. Diese Einführung haben wir im letzten Jahr geprüft. Nach Kosten-Nutzen-Analyse sind wir zu dem Ergebnis gekommen, weiterhin ein Energieaudit zu nutzen.
Die IBB begleitet aktiv die politischen und gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsanstrengungen und nimmt auch im eigenen Haus alle Möglichkeiten zur Ressourcenschonung und für einen nachhaltigen Geschäftsbetrieb für die gesamte Gruppe wahr. Im Rahmen eines etablierten regelmäßigen Energie-Reviews mit dem technischen Gebäudemanagement werden kontinuierlich weitere Optimierungspotenziale für Strom, Heizenergie und Wasser identifiziert und anschließend umgesetzt. Ein Teil des Umweltmanagements ist das Ressourcenmanagement. Hier erläutern wir, wie wir mit für die IBB wesentlichen Ressourcen umgehen.
Ressourcenmanagement
Die IBB Gruppe geht verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen um und verfolgt die gesetzten Ziele, um die ökologischen Auswirkungen durch ihren Geschäftsbetrieb zu optimieren. Klima- und Umweltschutz im Bankbetrieb bedeutet für die IBB Gruppe, natürliche Ressourcen sparsam einzusetzen, Abfälle zu vermeiden sowie Luft, Wasser und Boden zu schützen. Wesentliche Ressourcen für die IBB sind Papier, Kraftstoff, Energie, Wasser und Abfall.
Papier ist für die IBB eine der wichtigsten verwendeten Ressourcen. Hier liegen deutliche Optimierungspotenziale hinsichtlich der Menge als auch der Qualität. Es werden regelmäßige Weiterbildungen im Rahmen der Gebäudeeffizienz/Nachhaltigkeit wahrgenommen. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung werden auch interne Abläufe von einer papierhaften auf eine digitale Kommunikation umgestellt. Dies erfolgt bspw. seit 1. Januar 2019 durch die Einführung der digitalen Signatur für alle internen Formulare. Schreiben an Kund:innen und Geschäftspartner:innen werden auf elektronischem Weg versandt. Eine Prüfung der Möglichkeiten zur Reduzierung bzw. Optimierung der Abfallmengen erfolgt regelmäßig. Aufgrund der innerstädtischen Lage sowie der Geschäftstätigkeit als Dienstleisterin in einem Bürogebäude ohne Produktionsfertigung bestehen keine wesentlichen Risiken für die natürlichen Ressourcen und das Ökosystem. Auf dem Gründach werden seit 2019 ca. 30.000 Bienen beherbergt. Alle Monitore, PCs und Multifunktionsgeräte haben mindestens ein Zertifikat nach Energy Star und/oder EPEAT und/oder TCO.
Folgende natürliche Ressourcen wurden in 2024 in Anspruch genommen:
- Kraftstoff aus nicht erneuerbaren Quellen (Benzin und Diesel)
- Elektrischer Strom aus erneuerbaren Energien (gemäß EEG) und sonstige erneuerbare Energie
- Heizenergie aus dem Fernwärmenetz aus Kraft-Wärme-Kopplung
- Wasser aus dem städtischen Wasserwerk
- Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft
Einzelne Ressourcen im Überblick
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Für unsere Bank als Finanzdienstleistungsunternehmen haben wir als „wesentliches erneuerbares Material“ Papier identifiziert. Als Standardkopierpapier wird Recyclingpapier eingesetzt.
Für die Nachhaltigkeitsbilanz 2024 erfasst die IBB für alle genutzten Papiere inklusive Druckerzeugnisse (z. B. Briefbögen), Versandmittel und Kommunikationsmaterial (z. B. Geschäftsberichte, Broschüren, Flyer etc.) einen Verbrauch in Höhe von 5,97t.
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen, davon erneuerbare Materialien: Papier
Tippen Sie auf das Diagramm, um weitere Informationen zu erhalten. Teilnahme an der Initiative "CEOs bekennen Farbe"
Natürlich Ressourcen zu schützen ist unser aller Verantwortung. Als öffentliche Förderbank sehen wir uns besonders verpflichtet und unterstützen die „Initiative Pro Recyclingpapier aktiv“. Durch den Einsatz von zertifiziertem Recyclingpapier mit dem Blauen Engel leisten wir unseren Beitrag zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks und gestalten eine nachhaltige Zukunft.
Das Bundesumweltministerium und die „Initiative Pro Recyclingpapier“ würdigen dieses Engagement für nachhaltiges Handeln auf der Plattform „CEOs bekennen Farbe“ und zeichneten die Investitionsbank Berlin mit dem Siegel „Recyclingpapierfreundliches Unternehmen“ aus.
Recyclingpapier spart im Vergleich zu Frischfaserpapier durchschnittlich 78 Prozent Wasser und 68 Prozent Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen. Mit der Verwendung von Papier mit dem Blauen Engel leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz sowie zum Erhalt der Wälder und damit auch der biologischen Vielfalt.
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Wir haben als „wesentliches nicht erneuerbares Material“ Kraftstoff identifiziert. Der Verbrauch der wesentlichen Ressource Kraftstoff aus nicht erneuerbaren Quellen in Höhe von 2.775 l setzt sich aus Benzin und Diesel zusammen und ist für die Fahrzeugflotte und die Notstromversorgung (Dieselaggregat) erforderlich. Die Stärkung der umweltfreundlichen Mobilität wird auch künftig fortgesetzt, wenn auch nicht mehr mit solch hohem Einsparpotenzial.
In 2022 und 2023 wurden zwei Elektro- und ein Plug-in-Hybridfahrzeuge angeschafft. Da die Einspeisung überwiegend über eine IBB-eigene Ladesäule erfolgt, wird regenerativer Strom genutzt.
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Es wird kein Wasser aus Gebieten mit Wasserstress entnommen und auch nicht in solche Gebiete eingeleitet. Der Wasserverbrauch in Höhe von 6.063m³ für die technischen Anlagen (Kühltürme, Garten, Gründach und Luftbefeuchtung) richtet sich nach den Witterungsverhältnissen. Die Gesamtpersonenanzahl im Gebäude und damit die Zahl der Nutzer:innen von Wasser ist durch eine optimierte Flächennutzung im Zusammenhang mit der Vermietung von Büroflächen gestiegen.
Das Gründach wird überwiegend durch Regenwasser, welches in einer darunterliegenden Wanne aufgefangen wird, bewässert. Bei extremer Trockenheit wird die Fläche von ca. 547 m² mit Frischwasser nachversorgt. Dieses sorgt für eine zusätzliche Kühlung der darunterliegenden Räumlichkeiten. Das Schmutz- und Regenwasser im Umfang von 5.562 m³ wird über ein Mischsystem in das städtische Abwassernetz eingespeist.
Dabei handelt es sich um haushaltsübliche Abwässer. Die Abwassereinleitung ist abhängig vom Wasserverbrauch und dieser wiederum von den Witterungsverhältnissen, da die Klimaanlagen mit Wasser gekühlt werden.
Wasserentnahme
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Der gesamte Energieverbrauch des Geschäftsjahres 2024 der IBB beträgt 6.986.717 kWh. Die gesamte Stromerzeugung für unseren Stromverbrauch besteht aus Solarenergie, somit also 100 Prozent aus erneuerbaren Energien (Testat liegt vor). Die Heizenergie wird aus der Fernwärme durch Wärmekraft-Kopplungsanlagen bezogen. Bei durchschnittlich 1.532 Gebäudenutzer:innen ergibt sich eine Energieintensität in Höhe von 4.561 kWh/Kopf/a. Die Erhöhung Energieverbrauchs in Höhe von 42.599 kWh ergibt sich aus aus dem höheren Strombedarf für die Kühlung im Sommer.
Einheit 2020 2021 2022 2023 2024 Energieverbrauch innerhalb der Organisation (Strom + Wärme) kWh 7.004.391 8.267.777 7.283.163 6.944.118 6.986.717 Energieintensität kWh/Kopf/a 6.894 8.050 6.579 5.835 4.561 Veränderung des Energieverbrauchs kWh -255.615 1.263.386 -984.614 -339.045 - 42.599 -
Der verursachte Abfall in Höhe von 99,12 t wird der getrennten Rohstoffverwertung zugeführt und von zertifizierten Entsorgungsfachunternehmen abgeholt und befördert. In 20234 fiel ausschließlich ungefährlicher Abfall an. Die Erhöhung des Abfallaufkommens zwischen 2020 und 2021 resultiert aus der Umstellung der Berechnungsgrundlage. Ab dem Jahr 2021 wird der Faktor zur Umrechnung des Abfalls nach dem Europäischen Abfallverzeichnis (AVV) verwendet. Ausgemusterte IT-Hardware (nach Aufarbeitung) sowie Büromöbel werden an Schulen oder karitative Einrichtungen gespendet, andernfalls fachgerecht entsorgt.
Einheit 2020 2021 2022 2023 2024 Gesamtgewicht des Abfalls t 42,12 96,11 91,06 99,25 99,12
Klimarelevante Emissionen – Energieeffizienz
Seit 2014 erhebt die IBB die Mengen der CO2-Emissionen, die sie aufgrund ihres Bankbetriebs verursacht. Die Erhebung wird jährlich durchgeführt, ausgewertet und beurteilt (siehe Bilanz GRI 305-1 bis 305-3).
Die Treibhausgasemissionen (CO2) beliefen sich im Jahr 2024 für Scope 1 bis 3 auf 550,89 Tonnen CO2. Die direkten THG-Emissionen resultieren aus dem Verbrauch von fossilem Kraftstoff durch Dienstwagen und für die Notstromversorgung in Höhe von 2,82 Tonnen. Seit dem Jahr der ersten Erhebung sind diese Emissionen kontinuierlich gesunken.
- Durch vermehrte Onlineseminare bleibt der Wert von Scope 1 weiterhin auf niedrigem Niveau.
- Unter Scope 2 wurde in den vergangenen Jahren mit dem VfU-Faktor für Fernwärme aus Durchschnittsmix (Deutschland) gerechnet, ab 2021 mit dem für Fernwärme aus Wärmekraft-Kopplung. Daraus ergibt sich eine deutliche Verringerung der Emissionen.
- Unter Scope 3 wird ab 2021 der VfU-Faktor für die Vorkette für Strom/Fernwärme und Fuhrpark/Notstromdiesel verwendet. Durch die Versorgung mit Strom aus Solarenergie fallen bei der Vorkette keine CO2-Emmissionen mehr an.
Die indirekten energiebezogenen THG-Emissionen resultieren aus dem Stromverbrauch aus rein erneuerbaren Energien und Fernwärme aus Wärmekraft-Kopplungsanlagen in Höhe von 542,16 Tonnen CO2 für die Beheizung und Lüftung des Gebäudes. Im Rahmen eines etablierten regelmäßigen Energie-Reviews wurden die Lüftungsanlagen überprüft und es konnte durch Reduzierung der Betriebszeit eine CO2 -Einsparung von 24 Tonnen/Jahr erzielt werden (siehe Bilanz 305-2 bis 305-5).
Die weiteren indirekten THG-Emissionen resultieren aus Geschäftsreisen mittels Flugzeugs in Höhe von 4,31 Tonnen CO2. Die Intensität der THG-Emissionen beträgt 0,36 Tonnen CO2 /Kopf/Jahr.
Der Betrieb der Notstromversorgung wird benötigt, um bei einem Stromausfall den laufenden Geschäftsbetrieb/Gebäudebetrieb zu sichern. Hierfür wird regelmäßig ein Funktionstest durchgeführt, für den es erforderlich ist, die Anlage in Betrieb zu nehmen.
Mit der Energieeinsparverordnung (EnSikuMaV) der Bundesregierung vom 1. September 2022 (z. B. Absenkung der Raumtemperaturen auf 19 Grad) konnten wir weitere Energieeinsparungen erzielen. Die IBB ist seit 2017 ein vom ADFC zertifizierter „Fahrradfreundlicher Betrieb“. Neben der CO2-neutralen Fortbewegung sollen damit auch die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiter:innen weiter gestärkt werden.
| Einheit | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| THG-Emissionen | t CO2 | 823,43 | 443,27 | 358,12 | 308,27 | 550,89 |
| Direkte THG-Emissionen (Scope 1) | t | 5,81 | 4,12 | 4,06 | 2,90 | 2,82 |
| Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2) | t CO2 | 813,32 | 411,86 | 325,24 | 300,37 | 542,16 |
| weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3) | t CO2 | 4,30 | 27,29 | 28,82 | 5,00 | 5,90 |
| Intensität der THG-Emissionen | t CO2/Kopf/a | 0,81 | 0,43 | 0,32 | 0,26 | 0,36 |
| Reduzierung der THG-Emissionen | t CO2 | 25,37 | 380,16 | 85,16 | 49,84 | 242,62 |
Alle weiteren Daten und Zahlen können Sie der Nachhaltigkeitsbilanz 2024 entnehmen:
Stand: 01.06.2025